Fempire trifft Literarisch Solidarisch

Shownotes

Zu Gast bei Fempire sind diesen Sonntag gleich drei Gästinnen, beziehungsweise Co-Hosts. Denn für die neue Folge haben sich Rasha und die Kolleginnen des Podcasts „Literarisch, Solidarisch“ Hatice Açıkgöz, Dara Brexendorf und Zara Zerbe zusammengetan.

Dara, Hatice und Zara haben natürlich auch, in klassischer Fempire-Manier, Lieblingsautorinnen mitgebracht. Im Gespräch teilen Rasha und ihre drei Kolleginnen aber vor allem Erfahrungen, die sie im Laufe ihrer literarischen Karrieren bisher gemacht haben und die Frustrationen über den deutschen Literaturbetrieb, die sich dabei angesammelt haben. Außerdem stellt sich Rasha gemeinsam mit ihnen die Frage, wie eine solidarische Praxis in der Literaturbranche aussehen kann, vor allem im Lichte der sich noch weiter nach rechts verschiebenden politischen Verhältnisse.

Themensetzend für das Gespräch ist die schon zu Beginn des Jahres von Hatice herausgegebene Anthologie „Literarisch, Solidarisch: Perspektiven auf einen neuen Literaturbetrieb,“ in der die Beitragenden in formell sehr unterschiedlichen Texten die Zukunft des Literaturbetriebs denken, ohne dabei Kritik an dessen gegenwärtigem Zustand zu meiden.

Als Produzentinnen standen Rasha auch in dieser Folge wieder Kathrin Albrecht und Asya Kurtuldu zur Seite.

Erwähnt wurden:

Der Podcast von Zara, Hatice und Dara "Literarisch, Solidarisch."

Außerdem die Folge von "Literarisch, Solidarisch" in der Dara und Hatice mit Rasha und Mirrianne Mahn über Rassismus im Literaturbetrieb sprechen.

Hatice Açıkgöz (Hg.), Literarish Solidarisch: Perspektiven auf einen neuen Literaturbetrieb, 2026.

Zara Zerbe, Phytopia Plus, 2024.

Dara Brexendorf, Paradiese Beach, 2026.

Die von Dara und Zara mitherausgegebene Literaturzeitschrift "Der Schnipsel" und die Ausgabe 21 des Magazins „Zwischen_Raum und Barriere“ mit Hatices Text.

Maja Beckers, Die Schreibkrise des Mannes, Die Zeit vom Juni 2026.

Unsere kindly invited Fempire-Folge mit Térezia Mora über Adelheid Duvanel.

Der von Dara, Marie Donike, Corinne Riepert und Sophie Thomas im Rahmen des kindly invited Festivals organisierte literarische Spaziergang "Nicht müde werden: Eine literarische Begehung im Hilde-Domin-Park."

Das Gedicht von Hilde Domin, Nicht müde werden.

Das Gedicht von Hilde Domin, Das Gefieder der Sprache.

Nayyirah Waheed, salt., 2013.

Marieluise Fleißer, Fegefeuer in Ingolstadt, 1926.

Marieluise Fleißer, Pioniere in Ingolstadt, 1928.

Marieluise Fleißer, Eine Zierde für den Verein, 1931.

Erwähnt wurden außerdem Martina Hefter, Ingo Schulze, Clemens Meyer, Charlotte Gneuß, Hilde Domin, Nayyirah Waheed, Rupi Kaur, Thomas Mann, Marieluise Fleißer, Bertolt Brecht, Else Lasker-Schüler, Victoria Benedictsson, Irmgard Keun, Vicki Baum, Gabriele Tergit, Max Frisch, Ingeborg Bachmann.

Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:18: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Vampire, dem Podcast über Frauen die Schreiben.

00:00:24: Mein Name ist Rasha Khayyat.

00:00:26: ich bin Autorin, Übersetzerin und Host- und Erfinderin von Vampir.

00:00:31: Diesmal haben wir eine ganz besondere Folge für euch!

00:00:34: Endlich konnten wir alle vier Gästinnen unter einen Hut bringen und unser lange geplantes Crossover mit den wunderbaren Kolleginnen vom Podcast literarisch solidarisch aufnehmen.

00:00:45: Literarisch-solidarisch ist ein Projekt der drei AutorInnen Hatice Ajigas, Darab Rexendorf und Zara Zerbe.

00:00:52: In jeder Folge sprechen sie mit Gästenen und ExpertInnen aus der Buchbranche über Themen rund um Solidarität im Literaturbetrieb.

00:01:01: Da geht es dann zum Beispiel um die Vereinbarkeit von Kehrarbeit und Autorinnenschaft, um Geld im Literaturbetrieb oder um Rassismus auf dem Buchmarkt.

00:01:10: Ich selbst durfte auch schon gestern sein.

00:01:12: hüpft also unbedingt mal rüber und hört euch alle die tollen Folgen an!

00:01:18: Wir sprechen darüber wie die drei auf die Idee für den Podcast gekommen sind, was sie seither über den Literaturbetrieb aber auch über Solidarität gelernt haben und vor allem darüber wie eine erfolgreiche solidarische Praxis in der Kulturbranche aussehen kann.

00:01:31: Vor allem angesichts der um sich greifenden politischen Rechtsaußensströmungen.

00:01:37: Aber weil Hatice Dara und Zara auch Autorinnen sind, haben Sie auch jeweils einen Lieblingsautoren mitgebracht, die sie uns kurz vorstellen.

00:01:45: Keine Angst.

00:01:45: Wir werden aber in Zukunft auf jeden Fall auch noch Einzelfolgen mit allen Dreien aufnehmen, wo wir in aller Tiefe über ihre Autorinenschaften und ihre Lesebiografie sprechen werden.

00:01:56: Vampire wird von Kathrin Albrecht und Asja Kurtulu als Producerinnen betreut – alles worüber wir sprechen findet ihr den Show Notes verlinkt!

00:02:04: Und wir freuen uns wenn ihr uns teilt, abonniert, weiterempfehlt, uns ein paar Sterne bei Spotify und Co.

00:02:09: gebt und uns bei Instagram unter vampireunterstrich Podcast folgt.

00:02:14: Und jetzt ganz viel Spaß mit der großen Runde, Vampire trifft literarisch-solidarisch.

00:02:28: Vampire trift auf literarische solidarisch!

00:02:32: Ein Crossover, auf das ich mich mega freue was wir schon ganz lange irgendwie geplant haben und deswegen begrüße ich ganz ganz ganz herzlich Hattie to Hatchy Girls, Zarazerbe und Dara Brexendorf also known as Literarisch Solidarisch.

00:02:45: Herzlich willkommen bei Vampire E three.

00:02:48: Hallo!

00:02:48: Hallo!

00:02:49: Danke viel Das war's.

00:02:50: Danke für

00:02:52: die Einladung!

00:02:53: Voll schön euch hier, also die anderen sehen euch ja nicht, aber euch zu sehen und zu hören.

00:02:58: Und es ist ja so, literarisch solidarisch ein ganz großartiger Podcast.

00:03:04: falls ihr den noch nicht kennt geht hüpft rüber und hört euch das alles mal an.

00:03:08: durfte ich auch schon gestern sein hatte ich die große Ehre im letzten Jahr glaube ich sogar Zeit verfliegt oder?

00:03:16: Und Solidarität ist ja einfach ein Thema was immer aktuell ist, aber aktueller denn je hat man so das Gefühl.

00:03:25: Weswegen ich jetzt gerade euch beim warmen Quatschen schon gesagt hab?

00:03:28: Ich habe glaube ich Material für acht Stunden und das werde ich aber nicht tun.

00:03:32: Aber ich fang mal mit diesem ganz Obvis an!

00:03:34: Woher kennt ihr euch?

00:03:35: Wie kennt ihr Euch?

00:03:36: Und wie ist dann daraus dieser Podcast entstanden?

00:03:40: Oh ja...

00:03:44: Wir kennen uns, ich glaube man könnte um ganz groben und ganzen behaupten vielleicht durch den Schnipsel.

00:03:50: Das ist die Literaturzeitschrift, die Dara und ich rausgeben.

00:03:53: Und daher kennen wir auf jeden Fall Hatice.

00:03:57: Genau, Hatice hat nämlich bei uns einen Text veröffentlicht ein sehr, sehr schön...

00:04:04: Ja das war in dieser Räume- und Barrierenausgabe ne?

00:04:11: einen Text geschrieben, der dann in meinem Gedichtband vorkam und... Dann haben die mich eingeladen zu einer Release-Läsung.

00:04:19: Und da haben wir uns dann kennengelernt.

00:04:22: Schön!

00:04:22: Es ist eine richtig schöne Literaturbetriebs-Origin-Sorry.

00:04:27: Wir haben uns über unsere Texte kennengeletten.

00:04:30: Wann?

00:04:30: Wie schnell?

00:04:31: Warum ist denn der Gedanken oder die Idee zu dem Podcast entstanden?

00:04:36: Wer hatte sie?

00:04:38: Hatitsche hatte diese sehr gute

00:04:41: Idee.

00:04:42: Ich glaube, also es war auch ein bisschen Verzweiflung bei mir weil ich wusste nicht wie irgendwas weitergeht und ich hatte gerade diesen Gedichtband und eine Idee für einen Roman aber das wars was anderes hatte ich nicht.

00:04:58: und dann habe ich aber so auf Bühnsituationen gemerkt dass manche Sachen irgendwie ganz komisch sind.

00:05:06: Und ich hatte auch diese total naive Vorstellung vom Literaturbetrieb, dass hier die Leute ja alle sehr intelligent sind und deswegen sind die ja nicht rassistisch weil das ist ja voll dumm oder sie sind nicht sexistisch.

00:05:20: und dann habe ich gemerkt es ist ja gar nicht so.

00:05:21: Sie sind ja alle trotzdem so.

00:05:24: und dann dachte ich irgendwas muss man ja mal... Man muss ja vielleicht mal darüber reden.

00:05:30: und wir hatten auch eine Schreibgruppe wo wir auch so unsere Texte geschrieben haben und dann einfach auf Discord so Schreibstations gemacht haben.

00:05:40: Und da hatten wir eine Gruppe dafür, und dann habe ich da reingefragt ob irgendjemand mit in diesem Podcast arbeiten will... ...und Dara und Zara hat sich halt gemeldet!

00:05:50: Ich darf ich noch ergänzen, hat Hitchi das dazwischen ja zwischen deiner Veröffentlichung und dem Podcast.

00:05:55: Also Hat Hitchis ist auch nicht mehr gegangen muss ich dazu sagen im positivsten Sinne dass du seit der veröffentlichen Du warst nicht einfach als Autorin da sondern du hast dich aktiv immer ein alles mit eingebracht.

00:06:06: Und ich weiß, also wir haben ganz viele Lesungen danach ja auch zusammen gemacht und Veranstaltungen.

00:06:12: Ich weiß du warst in Kiel, bei der Lesung kommt Schnipsel hast sie eigentlich quasi mit organisiert.

00:06:18: damals habe ich moderiert, da hast dich hier übernachtet.

00:06:20: dort ist immer ganz ganz vieler Ideen Sachen zu verändern und mitzugestalten.

00:06:26: das muss sich.

00:06:26: an dieser Stelle möchte ich noch mal sagen.

00:06:30: Man kriegt mich nicht mehr weg.

00:06:32: Das hat einfach total viel Spaß gemacht Und dadurch haben wir aber auch natürlich viel zusammen erlebt.

00:06:38: Und viel über Situationen gesprochen und sind zusammengewachsen, ja.

00:06:43: Als Hatice die Idee hatte mit diesem Podcast gerade so hier stimmt doch irgendwas nicht?

00:06:48: Habt ihr sofort gesagt, boah du hast voll Recht und wir müssen was dagegen machen.

00:06:52: oder habt ihr irgendwie gedacht so hm echt jetzt stimmt irgendwas nicht.

00:06:57: und also wisst ihr was ich meine dass man halt irgendwie... Also manchmal sehen ja Leute Sachen und andere Leute sehen die nicht.

00:07:03: wie war das bei euch Zara?

00:07:04: erinnerst du das noch?

00:07:05: Also ich erinnere mich noch total gut daran, dass ich... Ich hätte ehrlich gesagt auch bei jedem anderen Thema was Hatice vorgeschlagen hätte.

00:07:12: Ja natürlich mache ich mit weil erstens ist sie ja eine mit sehr guten Ideen und zweitens habe ich gedacht, oh ich hätte irgendwie so gerne ein Podcast Und dann war ich aber auch irgendwie so erleichtert das hat Hatice halt wirklich ne sinnvolle Idee hatte.

00:07:27: So, man bekommt ja nach... Naja wenn ich jetzt sage nach ein paar Jahren im Literaturbetrieb klingt das als wäre ich so'n alter Hase der ich ja jetzt auch nicht bin und ähm.. Ich war halt davor eher in der lokalen Szene unterwegs natürlich.

00:07:39: Und da war es ja irgendwie auch immer schon so dass ich gedacht hab so... Oh irgendwie!

00:07:44: Ich weiß nicht ist es immer alles so n Bro Club.

00:07:47: Ähm selbst bei Sachen die wo ich dachte das ist eigentlich zu festigated um das zu sein Und da habe ich dann natürlich gar nicht irgendwie doll darüber nachgedacht, ob das cool oder sinnvoll ist.

00:08:00: Sondern ich hab gedacht ja es wäre totaler Quatsch da jetzt rein zu sagen!

00:08:03: Ja ich kann das so toll verstehen weil letzten Endes habe ich ja Vampire auch deswegen gemacht, weil halt irgendwann einfach so diese Idee zu sagen so vor wir sind alle egal und mit dem Deutschunterricht oder im Studium oder auch so einfach durch den Markt irgendwie so männlich zwangsliterarisiert worden Und es gibt einfach so viele tolle Frauen, die tolle Sachen geschrieben haben in unserer Geschichte.

00:08:25: In unserer Vergangenheit, die wir feiern müssen und auf die wir ja auch irgendwie so rekurrieren.

00:08:30: also von daher kann ich das total gut verstehen.

00:08:31: Ich hab genau wie du Sarah gesagt so weil eigentlich mein ursprünglicher Berufswunsch war ja mal Radiomoderatorin deswegen ein Podcast next best thing ohne beim WDR anfangen zu müssen so ungefähr.

00:08:43: aber ihr habt ja irgendwie... Ihr greift ja auch nicht gerade irgendwie kleine Themen auf.

00:08:49: Also in dem Podcast gibt es Themen Kehrarbeit, es geht um Geld und Rassismus.

00:08:54: Es sind wirklich große Themen... Was Hatice ja auch gerade schon gesagt hat, ich dachte im Literaturbetrieb sind alle voll intelligent.

00:09:00: Und deswegen sind sie irgendwie nicht rassistisch und nicht sexistisch... ...und irgendwie voll fair!

00:09:06: Ich muss sagen, ich hatte diesen Gedanken damals auch als ich anfing, als ich noch klein und naiv war.

00:09:11: Ich dachte so boah das sind doch die intelligentesten Menschen ever, die müssten doch.

00:09:14: aber dann merkt man halt nie.

00:09:18: Was habt ihr denn so das Gefühl?

00:09:21: Seitdem ihr diesen Podcast macht, so gelernt.

00:09:23: Also auch zumal ihr ja auch inzwischen selber publizierte Autorinnen seid.

00:09:26: Sarah Deine Debüt letztes Jahr rauskommt.

00:09:28: Dara Deins dieses Jahr hat DJ Deins kommt nächstes Jahr.

00:09:31: Sprechen wir gleich noch ein bisschen drüber.

00:09:33: aber mit all diesen Gesprächen die ihr gemacht habt ihr habt doch schon Live Shows auf der Buchmesse gemacht live Aufzeichnungen könnt ihr irgendwie Mal zurückblicken und sagen, da hattet ihr so ein Aha-Erlebnis.

00:09:46: oder das hat euch total schockiert.

00:09:48: Oder was habt ihr gelernt?

00:09:51: Sehr breite Frage!

00:09:51: Ihr dürft gern mehr anderen.

00:09:54: Ich glaube eine Sache die ich gelernt habe ist, dass sich Dinge schon anscheinend verändert haben.

00:10:05: Ich meine ich bin ja jetzt auch nicht so... Hört ihr mich Janne?

00:10:08: Ja.

00:10:08: Ich bin hier jetzt auch noch nicht lange Teil von diesem Betrieb.

00:10:12: aber Zum Beispiel, wir hatten mal Daniela Dröscher in einem Podcast wo wir über Sexismus gesprochen haben und da hat sie schon gesagt dass sich Dinge verändert haben.

00:10:23: Und auch wir hatten dann ja die Antologie, hat Heike Geisel das auch so zurückgemeldet, dass ich Dinge eben schon verbessert habe.

00:10:33: und gleichzeitig habe ich auch so viel das Gefühl, dass sehr viele Dinge auch rückläufig sind.

00:10:39: Also, so sehr viele kulturpolitische Themen greifen wir irgendwie gar nicht mehr auf.

00:10:46: Zum Beispiel wer darf eigentlich was schreiben?

00:10:49: Das interessiert irgendwie niemanden mehr richtig und wir reden irgendwie... Wir haben irgendwie nicht mehr so diepe Diskussion über Dinge sondern es wird immer direkt irgendwie vor allem bei weißen Autorinnen direkt gesagt ist Sexismus.

00:11:07: Keine Ahnung.

00:11:09: Und irgendwie finde ich das ein bisschen gruselig, diese Entwicklung.

00:11:14: aber gleichzeitig habe ich auch gemerkt es hat sich doch sehr viel ins positive entwickelt und ich glaube Ich hab vorher noch nie Veranstaltungen oder sowas organisiert so richtig.

00:11:28: Also als wir den Podcast aufgenommen haben da ist mir dann auch erst aufgefallen die sind ja alle total am Limit.

00:11:35: also alle arbeiten gratis Alle machen Überstunden, auch bei der Agenturenfolge.

00:11:44: Also alle arbeiten am Wochenende und alle sind immer am Limit.

00:11:48: Und als Autorin steht man so auf der Seite wo man denkt warum macht niemand was richtig für mich?

00:11:54: Aber wenn man dann so richtig in die Verlage reinguckt sieht man das sind immer gar nicht so viele Leute die da arbeiten.

00:12:03: Manche könnten noch wirklich mehr machen also manche machen doch wirklich irgendwie gar nichts Und da könnte man dann was machen.

00:12:09: Aber

00:12:10: viele

00:12:11: machen dann doch Dinge, die man nicht sieht und arbeiten eben die ganze Zeit.

00:12:19: Also als mein Buch an der Auktion war hat mein Agent gesagt unter der Woche müssen wir eh nichts erwarten weil niemand liest da.

00:12:26: Weil die sind alle am Wochenende und abends.

00:12:28: also ich dachte krass!

00:12:31: Die wollten

00:12:31: sich ja alles selber aus irgendwie ne?

00:12:33: Also ich bin ja schon, ich bin ein bisschen älter als ihr und auch schon ein bisschen länger dabei.

00:12:39: Und ich habe zwei Tausendfünf mein Volontariat im Lektorat gemacht.

00:12:42: also Granny lässt grüßen aber selbst da war es irgendwie schon so dass die Kolleginnen also die Lektorenen die mich ausgebildet haben halt gesagt haben sie lektorieren am Wochenende und nach Feierabend.

00:12:53: Das ist über zwanzig Jahre her das man irgendwie sagt so es gibt eigentlich gar keine richtige Arbeitszeit.

00:12:59: Es ist ja so Grad vorgestern, glaube ich war Hieronymus Tag.

00:13:03: Also der ÜbersetzerInnen-Tag sozusagen und es hat eine große Kampagne gegeben.

00:13:09: Da habe ich nämlich auch noch mal in unser Gespräch ein großes Kampagnie gegeben von ÜbersetzerInnen der von Literatur die heißt Es reicht weil es nicht reicht Und die ging aus von sehr sehr vielen freiberuflichen Übersetzen, die dann alle Die einen oder anderen Details transparent gemacht haben über ihre Arbeit, also vor allem natürlich finanzielle Fragen.

00:13:30: und das gleiche habt ihr jetzt auch so ein bisschen zurückgespiegelt.

00:13:32: Alle sind am Limit und wirklich beuten sich selbst aus.

00:13:37: Man muss sich ja aber dann doch fragen irgendwie, also was heißt Fragen?

00:13:40: Das muss man eigentlich fragen.

00:13:41: Es ist genau so wie Hatice gerade sagte es ist halt Sexismus, es ist ein System und das ist auch gewollt.

00:13:47: Also die Ausbeutung auf der dieser Betrieb basiert von den ersten Praktikanten bis hin zu letzten Endes dann auch die AkteurInnen, die da drin sind.

00:14:01: Habt ihr das Gefühl im Laufe eurer Podcast-Aufnahmen, dass ihr auch so ein bisschen mehr dran gekommen seid was sozusagen systemisch sich ändern könnte oder müsst.

00:14:13: Oder habt ihr da irgendwie das Gefühl ihr habt auf Leute getroffen die oder seid auf Leuten getroffen wie auch den Willen haben da systemisch etwas zu machen?

00:14:20: Oder ist es basically alle beklagen?

00:14:21: nur Es gibt Rassismus, es gibt Sexismus.

00:14:24: Scheiße mit Kehrarbeit wenn man Kinder hat und schreibt geht halt gar nicht und so.

00:14:28: also Gibt es nach eurem Eindruck den Willen und auch die Ideen, wie man was verändern

00:14:37: kann?

00:14:41: Also ich habe das Gefühl wir haben auf jeden Fall viele AutorInnen oder AkteurInnen.

00:14:47: getroffen, die selber schon ganz viel verändern.

00:14:50: Also so dieser Moment von.

00:14:52: ich bin ja auch Teil davon und kann auch was machen.

00:14:55: Den Moment hatte ich schon total oft und ich finde auch mit dieser Kampagne es reicht.

00:15:02: Ich habe da mich durchgeklickt und fand zum Beispiel total cool wie offen alle über Geld gesprochen haben und diese Zahlen gezeilt haben.

00:15:13: ob das schon immer so war.

00:15:15: Ich habe das Gefühl, da ist eine neue Transparenz auf jeden Fall dass ganz offen über prekäre Umstände gesprochen wird und auch miteinander verglichen wird.

00:15:28: Und das macht ja systemisch glaube ich schon viel.

00:15:32: diese Offenheit mit den Fakten in Diskussion zu gehen weil man ja auch Reis gibt auch verletzlich macht.

00:15:45: Ja und das habe ich bei ganz, ganz vielen miterlebt wir hatten auch der Überkehrarbeit zum Beispiel diese Folge wo es dann um dieses Parents in Art stipendium gegen das in Hamburg entstanden ist, dass ja auch aus der Literaturstehne selbst entstanden sind und wo dann verstanden wird oder wo auch ausprobiert wird.

00:16:08: Und Leute vielleicht aufeinander schauen gucken was haben andere schon gemacht?

00:16:12: Wie kann ich vielleicht auch mit der Politik ins Gespräch gehen?

00:16:15: Es ist natürlich immer total anscht also immer die extra Arbeit die man noch drauf macht also einen Top gibt.

00:16:24: Aber das habe ich bei vielen Autorinnen auch erlebt.

00:16:29: Also Dara, du sagst es im Prinzip genau wo auch das Problem liegt nämlich dass halt die systemische Veränderung, letztendlich ist immer so Frauen haben das Frauenwahlrecht erstritten nicht Männer haben gesagt hier Frauen kommen mal wählen aber was ich ja sehr gerne also ich sehe auch einige Dinge verändert haben, aber das ist halt eben on top

00:16:51: auf

00:16:51: die Arbeit, die man halt eh macht.

00:16:52: Sprich schreiben übersetzen dann halt wenn man irgendwie später mit Büchern irgendwie auf Reisen geht und so weiter.

00:16:58: Man muss diese ganzen Vorbereite sehr viel Arbeit hier ohnehin nicht besonders gut bezahlt wird.

00:17:03: Aber dann on top halt irgendwie noch dieses systemische Vernetzungsaktivistische Organisationsarbeit zu machen und ich ganz ganz oft das Gefühl habe wirklich also auch Und es wird nicht besser, dass du halt institutionell sehr wenig Unterstützung bekommst.

00:17:20: Wenn du mit Ideen irgendwo hinkommst die was verändern könnten das ist einfach eine unglaublich gro... Weil da steckt ja irgendwie so Das sind die Leute die das Geld haben und die Macht und Position etwas ändern zu können.

00:17:35: Wie erlebt ihr das?

00:17:36: Seid ihr schon mal gegen Wände gerannt?

00:17:38: oder wie ist es zum Beispiel wenn ihr jetzt ein Talk auf der Buchmesse macht Was passiert da also?

00:17:44: Wie seid ihr da dran gekommen und warum?

00:17:46: Also, warum glauben die Leute dann hey das machen wir jetzt mal.

00:17:50: Ich glaube das sind tatsächlich also ich habe auf jeden Fall irgendwie schon immer auch die Erfahrungen natürlich gemacht dass man immer alles selber machen will was man haben oder selber machen muss was man gerne haben will.

00:18:00: Und auf die Buchmesse sind wer zum Beispiel immer über die sehr guten Verlage gegen Rechtsleute gekommen die Sicherheit gedacht haben Das ist jetzt das richtige Thema was wir besprechen.

00:18:11: Da haben wir ja eigentlich auch immer die Erfahrung gemacht, dass irgendwie die Leute total froh waren, dass wir darüber sprechen.

00:18:16: Also in unserer ersten Buchmessefolge haben wir dann zum Beispiel darüber gesprochen wie barrierefrei eigentlich die Buchmesste ist und so.

00:18:25: da war dann also wie gesagt da waren dann halt irgendwie alle total frohes.

00:18:30: auf den Tisch gebracht haben das Thema es ist jetzt leider nicht passiert, dass die Amtlich superorganisieren.

00:18:39: direkt danach gesagt haben sie, ihr habt ja recht wir machen alles anders.

00:18:42: Ja klar also es sind ja zum Beispiel so Sachen wie das man sagt könnten wir bitte endlich mal rechte Verlage ausschließen.

00:18:49: Das ist jetzt zum Beispiel auch für mich eigentlich no brainer.

00:18:52: aber eben du sitzt dann auf dieser Buchmesse und man redet darüber und man spricht da drüber aber die sind halt trotzdem da.

00:19:00: eben, also mit allen anderen Strukturen.

00:19:02: Also deswegen das versuche ich gerade so ein bisschen etwas ungelenkt zu sagen.

00:19:05: Es ist natürlich irgendwie einerseits die Gesprächskultur hat sich auf jeden Fall verändert in den letzten, lass mal sagen, zwanzig Jahren seitdem ich das jetzt beobachte oder auch dreißig, dass über Dinge gesprochen wird.

00:19:16: Also vieles was mir früher noch nicht mehr aufgefallen ist oder wo ich irgendwie das einfach als gegeben hingenommen habe, ist auf einmal halt irgendwie so als Thema da, was ja schonmal eben gut ist und daraus kann ja dann was passieren.

00:19:27: aber... Habt ihr die Erfahrungen gemacht, wenn ihr jetzt auch so mit zum Beispiel den Gesprächspartnerin, die ihr im Gespräch hattet in den Folgen.

00:19:35: Wo hat denn irgendwie solidarische Praxissen Ende?

00:19:38: Also wo ist das Ende... also weil alle über Solidarität reden es ja easy, ne?

00:19:44: Weil am Ende ist es genauso wie bei Menschlichkeit reden und es hier niemand sagt halt ich bin ein Unmensch oder ich bin unmenschlich Und genauso sind ja auch irgendwie alle immer voll dabei, wenn es darum geht Solidarität hochzuhalten.

00:19:57: Aber wie ist da irgendwie Theorie slash Gespräch und Praxis eurer Erfahrung nach?

00:20:03: Wir haben bestimmt alle irgendwie mal so Erfahrungen gemacht in der eine oder anderen Weise.

00:20:07: Ich habe das Gefühl ich sollte lieber nichts sagen.

00:20:10: Ich wollte gerade sagen, ich glaube Hatiti weiß nicht du kannst dazu was sagen bitte!

00:20:17: Naja ich muss jetzt kurz überlegen, wie ich die Sachen formuliere dass du das nicht alles rausschneiden musst.

00:20:26: Also wir hatten natürlich auch Leute im Podcast, die man entweder irgendwie danach persönlich nicht so mochte wegen dem was sie gesagt haben oder wegen ihrem Auftreten.

00:20:42: oder man merkt halt oh es hat irgendwie nicht richtig geklickt aber es gab auch leute irgendwelche Sachen gesagt haben, die mich danach total aufgeregt haben.

00:20:57: Also es gab auch Leute, die in einer sehr, sehr guten Situation sind und immer noch gemäckert haben und man hatte so das Gefühl du hast ja schon alles irgendwie, hast irgendwie Bestseller und Preise und bist aber trotzdem irgendwie genervt Dass dieser eine Preis nicht geklappt hat oder dass das für dich sehr schlimm war.

00:21:23: Was ist mit allen anderen Leuten?

00:21:26: Und man merkt es irgendwie, je mehr man auch mit anderen Autoren zu tun hat... Also die meisten, mit denen ich zu tun habe, finde ich, mag ich total und ja auch deren Arbeiten.

00:21:39: Mit den anderen beschäftige ich mich eh nicht so viel aber besser

00:21:42: als das!

00:21:45: Aber man merkt irgendwie schon, dass manche gar nicht so die Realität richtig kennen wie sie für die meisten AutorInnen ist.

00:21:53: Weil Sie denken zum Beispiel das was Sie bekommen haben als Spitzentitel oder sowas bekommen alle.

00:21:59: aber so ist es ja nicht und Man merkt da irgendwie schon Manchmal eine krasse Differenz zwischen, so auch was manche weißen AutorInnen oder deutschen Autorinnen so denken wie Sachen laufen.

00:22:16: Die immer geschockt sind wenn man denen dann erzählt was so dir auf der Bühne gesagt wird?

00:22:20: Oder auch Männer.

00:22:22: Wenn die dann geschockte sind wie Männer sich da im Publikum verhalten und denken das macht man doch nicht!

00:22:26: Oder halt Männer die... ...die sich aufregen weil sie einen Preis nicht gewinnen aber eine Frau gewinnt den und dann immer noch dazu kommentieren

00:22:36: Die dann zum Beispiel bei der Buchengestverleihung einfach wutschnaubend den Saal verlassen.

00:22:41: Das ist jetzt ein Fall, den kennen wir alle deswegen.

00:22:44: Halt immer noch kommentieren!

00:22:46: Also was ist das auch für einen Verhalten und das wird dann auch irgendwie auch noch rewarded.

00:22:52: oder man legt eine Mängelliste an und dann isst man nominiert?

00:22:56: ... auch

00:22:58: ein aktueller Fall jetzt gerade auf der aktuellen.

00:23:01: Aber er ist ja jetzt nicht auf der Shortlist, wir reden von Ingo Schulze.

00:23:04: Ohja!

00:23:04: Wenigstens etwas.

00:23:07: Für unsere Hörer die nicht ganz so drin sind also... Die Person, die aus dem Saal gestürmt ist war Clemens Meier vor einigen Jahren bei der Buchpreisverleihung als Martina Heft hat den Preis gewonnen hat.

00:23:16: und was mich dann eigentlich... Also ich meine ich fand dieses aus dem saal stürmen extrem lustig.

00:23:20: Was mich natürlich aufgeregt hat war halt am Ende das dann mehr darüber geredet wurde als über die Autorin, die den Preis bekommen hat Ihr Werk, weil... again.

00:23:29: Warum rewarding mir irgendwie so ein Riesenbaby?

00:23:33: Und da kann man auch so wenig machen, finde ich.

00:23:35: Weil ich habe auch ein Interview mit Martina Hefter gelesen in dem sie dann sehr klug darüber gesprochen hat dass die selber das Thema immer abgeblockt hat um es nicht noch größer zu machen.

00:23:45: Interviews.

00:23:46: aber du kannst dich ja gar nicht gegen diese Markt- und Medienmechanismen wehren dass dann dieser Aufmerksamkeit immer da liegt wo irgendwie das Drama ist und wo Leute sich auch unmöglich verhalten.

00:24:00: also auch etwas, was ich beobachtet.

00:24:05: Das am Ende zentriert sich dann die Aufmerksamkeit auf so Grenzüberschreitungen.

00:24:10: Das finde ich immer sehr traurig.

00:24:13: Ja es ist ja auch erstaunlich dass es dann keine Konsequenzen gibt genauso wie jetzt eben gerade.

00:24:18: Ingo Schulze war auf der Longlist mit seinem neuen Buch und er hat aber vor ein paar Jahren eine Mängelliste über das Buch von Charlotte Gnoys angelegt und die irgendwie wurde dann öffentlich Jürichs oder so zugespielt, oder wie war das?

00:24:32: Und es ist auch einfach sehr, sehr dreckig und einfach auch unkollegial.

00:24:36: Again Solidarität.

00:24:38: ja was soll das denn eigentlich?

00:24:39: und ich frage

00:24:40: mich halt.

00:24:41: also deswegen sage ich halt also wir sprechen jetzt gleich mal über die Antologie weil ich nämlich finde dass was du gerade sagst da klar man versucht als selbst als Person in diesen Situationen drin ist versucht man halt In dieser Aufmerksamkeitsökonomie sozusagen etwas wegzunehmen der stelle wo man sagt wenn ich jetzt darauf auch noch aufspringe darüber rede dann machen wir es halt nur größer lasst uns das irgendwie so schiften.

00:25:06: So und da ist für mich halt immer ein bisschen die frage wo ist da also?

00:25:11: wo ist sozusagen die balance?

00:25:13: wann reden wir eigentlich zu viel über Nicht nur Grenzüberschreitungen, sondern eben auch über Mängel und irgendwie Fehler im System usw.

00:25:23: Also sprich das Beklagen quote-unquote Und wann fangen wir mal irgendwie an sozusagen was Konstruktives?

00:25:29: Man also Wann wird halt irgendwie aus dem Konzertieren von Mängeln oder Konzerthieren von Missverhältnissen So eine selbst erhaltende Jammermaschine nenne ich es jetzt Mal Und wo schafft man sozusagen das Abbiegen in etwas Konstruktatives?

00:25:48: Boah, ich glaub das ist richtig schwierig.

00:25:50: Ich hab halt immer das Gefühl dass man irgendwie konstruktiv am besten irgendwie in seinem direkten Umfeld agieren kann.

00:25:58: und das ist auch was wo ich mich einfach versuch drauf zu konzentrieren weil wenn ich mir dann angucke das hat wie gesagt irgendwelche Engelschulzes Mänglisten irgendwie rumschreiben oder Clemens Meyer peinlicherweise habe ich über den meine Masterarbeit geschrieben und ich finde sie eigentlich gerne wieder abgeben und was weiß

00:26:13: ich.

00:26:13: Es hat früher auch gerne Clemens Mayer gelesen, weil ich leider einfach auch sagen muss das also... Ich habe jetzt länger nichts mehr von ihm gelesen aber ich hab das sehr gerne gelesen.

00:26:22: Früher war ich ein guter Schriftsteller so.

00:26:25: Aber mit diesem Verhalten, ja, don't even!

00:26:32: Es ist ja nun auch so dass wir Leider irgendwie in einem, also im Kulturbetrieb.

00:26:37: Ich glaube das ist ja auch ein großes Problem dass wir halt so in so einem Abhängigkeitsverhältnis stehen was irgendwie Finanzierung angeht.

00:26:44: Wir haben es jetzt schon paar mal gesagt Geld.

00:26:45: Geld ist immer... Geld ist das größte Thema in diesem Betrieb und die meisten Gelder weil es eben kein sich selbst generierende Markt irgendwie ist.

00:26:56: leider Geht halt über öffentliche Finanzierung, die und das haben wir sehr eindrücklich in den letzten ein oder eineinhalb Jahren gesehen extrem abhängig sind von politischem Wohlwollen.

00:27:09: Und politischer... Ja, ich glaube es gab immer die Form von politischer Einmischung oder zumindest eine Schaffung einer Kultur eines Dialogs eines Diskurses der in irgendeiner Form eine wie auch immer imaginierte oder kolportierte politische Realität abbildet.

00:27:29: Man muss sich einfach nur angucken, wer von welchen Stiftungen gefördert wurde.

00:27:33: Auch nicht jetzt nur in den letzten Jahren sondern in den vergangenen zehn, zwanzig, dreißig Jahre.

00:27:36: Dann kann man sehen Adenau-Stiftung konservativ, Böllstiftung eher irgendwie grün progressiv.

00:27:42: Wer sind da die Stipendiatinnen?

00:27:43: und so weiter?

00:27:44: Also was ist so deemt politisch acceptable?

00:27:50: Jetzt sehen wir aber untertitelt.

00:27:51: jetzt kommen wir zu der Anthologie, die du herausgegeben hast mit dem Titel des Podcasts Literarisch, Solidarisch Die Anthologie The book to the podcast.

00:28:01: Dieses letztes Jahr, oder dieses Frühjahr rauszukommen und du hast eine... Also du hast ein... Oder diese Antilogie hat ein glückliches Timing erfahren weil nämlich zum herausgeben gab es einen parallele Ereignis das sich nämlich unser Oberkulturstaats-Guru He Who Shall Not Be Named entschieden hat dass jetzt Buchhandlungen von Verfassungsschutz überwacht werden sollen.

00:28:29: Dann gab es einen riesengroßen Aufschrei in der Branche und Hatice hat das Glück, das Buch der Stunde rausgebracht zu haben!

00:28:36: Und auf einmal wurde sie durchgereicht, überall.

00:28:39: Irgendwie musste über Solidarität sprechen.

00:28:42: Wie

00:28:42: war diese Erfahrung?

00:28:44: Weil ich finde halt... Ich fand es super schwierig.

00:28:47: also aber die Erfahrungen habt ihr bestimmt auch alle weil das macht mir schon wenn man alleine irgendein Förderantrag ausfüllt oder für sich irgendeinen Stipendium bewirbt.

00:28:55: Wenn man anfängt sich selbst zu zensieren oder selbst irgendwie ... wegzulassen, welche Begriffe benutze ich.

00:29:01: Welche Begriffen benutze sich nicht?

00:29:03: Welche begriffe benutze ich extra?

00:29:05: Obwohl vielleicht meine Arbeit gar nix damit zu tun hat... ...um diese und jene Förderung um dieses und jenes Stipendium zu bekommen,... ...wo man eigentlich schon auch so drin ist in dieser Frage wie frei kann man eigentlich noch sein... ...in diesem System was halt einfach so von Top-Down finanziert ist.

00:29:21: Und gut die Frage gibt es immer auch im freien Kapitalismus!

00:29:26: Aber ja, also das ist jetzt auch wieder nur so ich mehr andere vor mich hin wie ihr merkt.

00:29:29: Das ist ein großes Thema aber ich glaube ihr habt alle was dazu zu sagen.

00:29:32: please share.

00:29:38: Also ich habe mich auf jeden Fall... Ich war in jedem Radio in Deutschland mit diesem Buch und ich dachte auch irgendwann könnt ihr nicht einfach selber etwas machen und muss sich immer kommen und irgendwas erzählen?

00:29:54: Was soll ich euch denn jedes Mal erzählen?

00:29:55: I don't know.

00:29:59: Und... Ich fand es auch komisch, da alleine immer zu sein weil ich habe ja nicht alleine dieses Buch herausgegeben.

00:30:05: also das ist ja die Anthologie von allen Leuten die auf dem Cover drauf stehen.

00:30:11: aber ich war halt immer allein in diesen Interviews und da waren halt auch sehr komische Fragen teilweise.

00:30:17: Also ich wurde oft gefragt wieso sind da keine weißen Männer?

00:30:23: Ich weiß, du bist doch einer.

00:30:25: Aber der ist halt trans.

00:30:27: Es zählt das für euch nicht.

00:30:28: oder warum sind da keine Männer?

00:30:29: Da sind doch zwei!

00:30:31: Was sollt ihr denn?

00:30:33: Und... Aber eins ist ein Transmann und das andere ist ein muslimischer Krömermann.

00:30:37: Genau.

00:30:37: Das hat dann wohl irgendwie nicht gezählt, I guess.

00:30:41: Und es gab irgendwie so Kritik die ich nicht richtig auch verstanden habe.

00:30:47: aber das ist was anderes.

00:30:48: Das ist ja immer irgendwie, Kritik gibt's immer.

00:30:54: Ich habe mich im Radio schon sehr viel zensiert, weil ich dachte, ich repräsentiere ja alle Leute die hier sind.

00:31:01: Wenn ich alleine wäre würde ich was anderes sagen.

00:31:03: dann würde ich vielleicht auch sagen beantworte ich jetzt nicht oder frag mich das nicht, oder was für eine dumme Frage.

00:31:11: Aber mache ich halt nicht weil ich repräsentiere hier alle Leute.

00:31:14: also werde ich hier nett und höflich sein damit Leute das hoch kaufen oder auch damit die anderen Leute die das vielleicht nicht so formuliert haben möchten dann nicht damit irgendwie in Verbindung gebracht werden.

00:31:27: Und vor allem Radiointerview ist ja immer nur so sieben Minuten oder so.

00:31:31: Man hat ja egal keine Zeit irgendwie vorher zu sagen, nee bitte das möchte ich nicht gefragt werden oder schneit das raus?

00:31:37: Das ist einfach live und dann ist es fertig.

00:31:41: Dass man da eh nicht so viel Zeit hat drüber nachzudenken oder... ...ist einfach nur eine schnelle Entscheidung.

00:31:48: Ist man jetzt eine Diva oder ist man jetzt einfach höflich und macht eben kurz mit?

00:31:55: Ich habe eigentlich immer einfach mitgemacht Aber ... Ja, bei meinem Roman werde ich das nicht machen.

00:32:02: Also... Beware!

00:32:08: Dara, habt ihr noch Gedanken dazu?

00:32:10: Zara.

00:32:12: Ich meine viele, ne?

00:32:13: Aber so ...

00:32:14: ja.

00:32:16: Ich hab das auf jeden Fall auch irgendwie schon so öfter oder nicht richtig erlebt aber irgendwie immer so das Gefühl dass Es irgendwie viel so ist, also ich bin ja irgendwie natürlich das sicher meine Büro-Mann irgendwie in der Climate Fiction Ecke ist und so.

00:32:35: Bin ich halt für immer in Sachen Klimamande verhaftet.

00:32:39: Das wird sich wahrscheinlich auch nicht ändern aber ich habe das schon richtig auf der Lebt oder nicht richtig oft, aber so.

00:32:46: Dass es dann halt irgendwie zum Beispiel immer ein Problem war?

00:32:50: Es ist ja meistens kein Problem in Anführungszeichen.

00:32:52: Das sind ja irgendwie immer eher so Vibes- und Feelingssachen.

00:32:58: Auch wenn das übertrieben klingt ... Aber dass es tatsächlich immer auf den Problem ist, wenn man den Kapitalismus als Seuchen kritisiert.

00:33:07: Ja!

00:33:07: Aber das Problem ist... Man kann ja total wenige Sachen fundiert kritisieren ohne den Kapitulismus als solchen zu ... kritisieren.

00:33:15: Und das ist der Massen der Vater allen Übels?

00:33:18: Ja, es ist der Vater Allen Übels und dann erwische ich mich dann selber irgendwie immer dabei wenn ich denke so okay weiß ich nicht das kann ich in dem Kontext uns irgendwie nicht bringen oder dass es irgendwie für den und den Antrag oder für das und das Exposé.

00:33:28: ist das irgendwie doof dass sich da dann irgendwie so ja bla bla die Umwelt bla bla aber ein echt macht ja der Kapitalismus die Umwelt kaputt.

00:33:39: oder wenn man halt tatsächlich mal Kapitalismuskritik machen würde, dann ist es zum Beispiel wieder ein Problem.

00:33:44: Wenn man da sagen wird, ja aber der funktioniert eigentlich nur weil irgendwie Patriarchat und Rassismus so gut funktionieren.

00:33:49: Da sind die immer gleich so, also die Keule würde ich jetzt nicht rausholen.

00:33:53: das geht doch um Kapitalismas Kritik und ich finde es irgendwie anstrengend bis zu ermöben dass es nie irgendwie möglich ist, weil die umfassende Kritik irgendwo wirklich auszurollen die eigentlich sein müsste Denke ich dann so, wenn nicht das Problem und ich irgendwie zu verkauft war.

00:34:10: Aber ja vielleicht keine Ahnung man darf einfach immer ein paar heilige Kühe nicht schubsen?

00:34:16: Ja aber also das habe ich auch erlebt.

00:34:18: So dieses was du jetzt sagst dass du dir Gedanken machst darf ich das jetzt sagen und gehe ich da jetzt wieder soweit statt über die Sache an sich zu reden.

00:34:26: Also über den Inhalt an sich zureden wie auch jetzt bei der Anthologie vielleicht eher zu besprechen Wie können wir damit weitermachen weitergehen sozusagen mit den Inhalten, die da drinstehen.

00:34:37: Was können wir jetzt daraus machen?

00:34:39: Selber im Literaturbetrieb und also ich habe das auch erlebt seit Veröffentlichung, dass sich noch mal... Hatice du hast vorhin von Backlash auch ja gesprochen.

00:34:52: Und ich war doch auch sehr erstaunt.

00:34:54: an einigen Stellen zum Beispiel hat es die Zeit einen Artikel rausgebracht.

00:35:04: Oh, wie war der Titel?

00:35:05: Wo sind die Männer?

00:35:07: Da sind nur die Männer hin oder sowas.

00:35:09: War das doch...

00:35:11: Ja also es ging darum dass jetzt dieses Jahr achtzig Prozent der Debütüren von Frauen geschrieben sind.

00:35:19: und ach genau!

00:35:20: Der große Aufmacher war dann Männer in der Krise Und mein Buch wurde da auch genannt und auch mit Foto und allem wurde das da auch Genannt.

00:35:29: und ich habe so gedacht Warum sprecht ihr denn jetzt darüber?

00:35:34: Und warum sprecht er nicht über den Inhalt dieser Büchern.

00:35:37: Also das war eine Sache, die mich so irritiert hat, dass ich mich auf der Ebene empfehlten habe und einen Buch rausgebracht habe So viel damit auseinandergesetzt, wie ich diesen Text schreibe im Patriarchat.

00:35:53: Welche Wörter ich benutze?

00:35:55: Welche literarischen Motive ich aufgreife?

00:35:57: Wie ich über das Meer schreife oder Naturbeschreibungen?

00:36:02: Wie die ständig so besetzt sind dass sie diskriminiert sind gegenüber Frauen.

00:36:09: und dann am Ende des Tages taucht mein Text in Föyuton auf im Überregionalen als als Problem für Männer, die sich davon zurückgestoßen fühlen.

00:36:21: Und da hab ich so gedacht, wow!

00:36:23: Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll.

00:36:25: Also auf der Ebene war ich verwundet und dazu muss ich auch sagen... also ich habe dazu natürlich viel zu sagen aber ich hatte da auch einen Moment von wie gehe ich jetzt damit um?

00:36:37: Ich aus meinem Gefühl heraus wollte das waren Redakteurinnen, die diesen Artikel geschrieben hat.

00:36:44: Also, bist ihr?

00:36:45: Ich hab überlegt etwas öffentlich dazu zu schreiben und ich hatte Angst dass ich sie damit angreife.

00:36:51: Auf der Macht eben!

00:36:54: Und aber auch natürlich so was bedeutet das für mich wenn nachher stürzen sich alle auf Sie... ...und es will ich ja auch nicht.

00:37:03: Da läuft ganz viel ab wo ich dachte okay wow wo bin ich jetzt da?

00:37:07: Wo stehe ich eigentlich gerade?

00:37:12: Also ich war ein bisschen erschrocken.

00:37:15: Und genau diese Machtapparate vielleicht noch zusätzlich dazu, also wir haben jetzt über finanzielle, also Fördergelder gesprochen, Institutionen gesprochen aber eben auch diese Macht.

00:37:27: von da kann auch wenn ich jetzt was Falsches sage nochmal viel schlimmerer Artikel über dich kommen und dann wird wieder nicht über dein Buch gesprochen Sondern wieder nur über eine andere Ebene, von der ich dachte.

00:37:37: Die haben wir längst abgehakt.

00:37:39: Ja voll.

00:37:40: Also das ist tatsächlich auch eine Sache die ich hier noch auf dem Zettel hatte.

00:37:43: irgendwie ein bisschen später aber können wir weil du es jetzt ansprichst und wir auch direkt drauf gehen.

00:37:47: ihr habt jetzt also Sarah Du hast gerade schon gesagt du bist jetzt schon so Climate Fiction irgendwie hast den Stempel drauf ne?

00:37:53: Dara auf jeden Fall Mental Health Feminismus Frauen Themen Frauen Gesundheit oder so.

00:38:00: Und Hatice ist halt ohnehin agitatorin im Bereich irgendwie alles, was gegen Weiße und gegen Männer geht.

00:38:08: Antirassismus-Aktivistin... Also ich mach die Erfahrung ja auch schon jetzt sehr lange, dass wenn man halt Themen, also bei uns in der ersten Generation hieß das so engagierte Literatur nannte, man hat sich für diesen Begriff ganz schlimm, dass man irgendwelche Themen verhandelt einfach immer ausgeschlossen wird, also aus der tatsächlich literarischen Diskussion.

00:38:39: Also es wird einfach nicht geredet über was Dara grad sagt, Komposition des Textes... Was habe ich mir für Gedanken gemacht?

00:38:45: Worauf beziehe ich mich auch?

00:38:47: Wo nehme ich meine Inspiration her?

00:38:50: Was sind die Texte auf die ich mich beziere?

00:38:52: Welche literarische Tradition sehe ich mich an?

00:38:54: Sondern man wird sofort zur Expertin oder eben wahlweise zu Agitatorin gegen eine Sache gemacht.

00:39:02: Also ich weiß noch irgendwie, dass man die Büre rauskam weil das ja so wie wir schaffen das Jahre waren.

00:39:07: von Angela Merkel war ich auf zig Panels mit irgendwie wie gehen wir denn jetzt um mit den ganzen Flüchtlingen?

00:39:12: Sagen sie uns doch mal.

00:39:15: und also ich habe hier einen Roman geschrieben.

00:39:18: Ich weiß nicht ob sich es mitbekommen haben Und ich habe halt das Gefühl, es wird nicht besser.

00:39:22: Also wenn ich mich jetzt euch angucke als die nächste Generation und dass ihr jetzt schon so als die nächsten Generation engagierte Literatur zwei Punkt Null irgendwie genau diese Sachen wo also?

00:39:33: da frage ich mich halt wie können wir da irgendwie eine solidarische Praxis etablieren in der das halt eben kein Thema mehr ist.

00:39:40: Also wo wir einfach sagen, okay ob jetzt Sarah irgendwie über den Hund im All oder über wie Climate Change oder die große Liebesgeschichte des XXIII Jahrhunderts erzählt?

00:39:52: Ist jetzt erstmal egal!

00:39:53: Lass uns sie mal als Schriftstellerinnen betrachten so und müssen wir das auch noch selber

00:39:58: machen?

00:40:02: Ja, ich habe mich das tatsächlich auch schon noch da gefragt weil wir waren letztes Jahr.

00:40:06: Wann war ich mit Hatice und Dara bei Ocean Wong in Hamburg?

00:40:10: Ich weiß gar nicht mehr was.

00:40:11: die Location war ein luxuriöses Funkhaus NDR genau und das war irgendwie natürlich eine total interessante Lesung.

00:40:20: aber Der hat gar nicht mit Ocean Wong über seine Sprache oder so gesprochen.

00:40:25: Und das ist ja total Zeitverschwendung, wenn man mit Ocean Wong auf der Bühne sitzen kann und das nicht anspricht.

00:40:32: Da habe ich mich dann halt immer gefragt, trauen sich die Leute, die da irgendwie in Charge sind?

00:40:37: Nicht dem Publikum zuzumuten?

00:40:40: Oder können sie es nicht?

00:40:42: Glauben Sie beides!

00:40:43: Ja vielleicht ist es beides... Wir können natürlich über die gute alte Selbermaschine gehen und irgendwie so, wenn es sich gerade mal anbringen lässt, einfach mal über den Text reden.

00:40:56: Niemand wird sterben dabei im Gegenteil!

00:41:04: Ja und ich glaube auch immer, weil du es gerade sagst mit den Zuhörerinnen das nicht zumuten.

00:41:09: Du kannst ja auch immer so und so über Sachen sprechen also du musst ja keine literaturwissenschaftliche Begriffe nur verwenden.

00:41:15: Du kannst ja wir alle benutzen Sprache und darüber kann man ja sprechen als ich höre dass auch immer.

00:41:22: Ah ja, wir wollen auch nicht dass es so elitär wird und das ist auch gut.

00:41:26: Einerseits ich verstehe das und auf der anderen Seite über Literatur und Sprache sprechen muss das überhaupt elitäer sein?

00:41:32: Muss es gar nicht!

00:41:34: Ich glaube, das ist alles sehr nachvollziehbar was wir machen.

00:41:38: Ja

00:41:38: voll, ich darf halt auch eh ein bisschen Literaturs für alle da.

00:41:41: Kunst ist für alle dar und man muss es halt nur auf eine Art und Weise einen Türöffner benutzen.

00:41:48: Also ich denke dann halt immer sehr oft an meine inzwischen selige Großmutter, die halt überhaupt gar keine Universitäre oder auch irgendwie höhere Schulbildung hatte.

00:41:57: Und die sehr gerne gelesen hat und in meinem Germanistikstudium ich immer sehr großen Spaß daran hatte der einfach irgendwie Sachen hinzulegen von denen sie überhaupt keine Ahnung hatte wer das jetzt ist und was es ist und einfach so ohne Filter irgendwie sich dann die Bunnenbruchs rein zu zwiebeln.

00:42:11: Sie hat gesagt ja hat mir gut gefallen ist ein bisschen lang!

00:42:17: Hast du irgendwie voll auf den Punkt gebracht?

00:42:20: Ja, aber weil wir jetzt überschreiben reden, finde ich sollten wir.

00:42:23: Weil ich habe euch gebeten... Ich hab schon vorhin irgendwie für unser Publikum gesagt, dass ich euch alle einzeln noch mal einladen werde um über eure tatsächliche literarischen Heldinnen zu reden.

00:42:35: Aber Vampire wäre ja nicht Vampire wenn wir nicht andere schreibende Frauen in unser Gespräch mit einbringen.

00:42:42: deswegen habe ich euch gebeten jede eine Autorin kurz mitzubringen und ich würde vorschlagen weil wir irgendwie in der Zeit auch ein bisschen fortgeschritten sind aber lasst euch trotzdem irgendwie da nicht von abhalten.

00:42:54: erzählt mir kurz wer ist diese

00:42:57: Helden?

00:42:58: Was bedeutet sie

00:42:59: euch?

00:43:00: Warum und warum sollten alle sie

00:43:02: lesen?".

00:43:03: Und wir haben gesagt, wir fangen irgendwie alphabetisch im Vornamen an, weswegen Dara den Anfang macht.

00:43:09: Okay ich versuch's mal... Du musst dich nicht

00:43:11: super stressen!

00:43:12: Wir haben Zeit, wir haben ja so... Ja

00:43:14: unterbrich mich einfach.

00:43:16: Stimmt will ich dann immer noch ganz viele Sachen sagen aber... Das kann ich sehr gut machen.

00:43:19: Also ich habe die Lyrikerin Hilde Domin mitgebracht Unter anderem auch Rasha, weil ich sofort an sie denken musste bei dir.

00:43:28: Weil wir uns auf dem Kindly Invited Festival getroffen haben und du hast dort eine Live-Aufnahme vom Vampire Podcast mit Theresa Mora über Adelhalte Vanell aufgenommen.

00:43:40: Da hab ich zugeguckt, das war übrigens eine Superfolge.

00:43:42: Empfehlung bitte reichalten!

00:43:44: Ja

00:43:44: gerne,

00:43:44: es hat auch wahnsinnig Spaß gemacht.

00:43:47: Ganz tolle Texte auch einfach... Das war wieder so.

00:43:50: ein Fall von habe ich noch nie gehört, kenne ich nicht, wow!

00:43:53: So, ne?

00:43:54: Und Dara hat bei Kanye invited beim Festival in Köln wo's irgendwie um Literaturveranstaltungen ging, eine Hildedomin-Veranstaltung macht.

00:44:02: aber vielleicht kannst du da selber was tun.

00:44:04: Genau wir hatten auch einen Programm Wir, das sind Sophie Thomas und Corinne Riepert.

00:44:13: Sophie Thomas ist auch Autorin und Corinn Riepert-Autorin und Textilkünstlerin.

00:44:18: Und wir haben einen literarischen Spaziergang zur Hilde Domin gemacht die nämlich ihre Kindheit in Köln verbracht hat und im Jahr ein Park nach ihr benannt wurde der Hilde Domienpark.

00:44:32: Dieser Park erzählt aber gar nichts über Hilde Domingen.

00:44:36: Gefahr, ne?

00:44:37: Finde

00:44:37: ich interessant.

00:44:38: Und wir haben uns eben überlegt wie wir Hildedomin in diesem Park sichtbar machen können und haben einen literarischen Spaziergang zur Hildedeomin gemacht.

00:44:47: Und Hildeddomin ist eine Lyrikerin und er ist ja in Köln aufgewachsen, stammt aus einer jüdischen Familie und ist schon vor der Machtergreifung, hat sie eine Rede gehört.

00:45:04: Von Hitler war sehr erschrocken über die Reaktion auf diese Rede und ist dann schon vor den Machterggreifen ins Exil gegangen.

00:45:13: Er hat in verschiedensten Ländern gewohnt Italien, Großbritannien, Dominikanische Republik also Hildedomines auch ihr Künstlenname Und hat dann erst angefangen zu veröffentlichen, als sie wieder nach Deutschland gekommen ist.

00:45:29: Also in den Fünfzigern.

00:45:32: Deswegen werde ich mir mit den Details einwerfen... Sie war fünfzig, als die angefangen hat zu publizieren und ihr Verleger hatte ihr damals gesagt, sie soll sich mal jünger machen drei Jahre damit sie noch als unterfünfzigjährige Lyrikerin ihr Debüt hat.

00:45:50: Das heißt, Ihr Leben lang hat sie erst preisgegeben, als sie neunzig war.

00:45:56: Dass sie eigentlich drei Jahre älter ist.

00:45:58: Ich finde das nur so ab am Rande weil das so gut und dann Themen auch fast ist.

00:46:04: Immer noch so ist man nicht mehr.

00:46:06: Wie alt bist du jetzt?

00:46:07: Was ist ein gutes Debüt Alter des Weedspot sozusagen?

00:46:12: Genau also aber Hildedomin schreibt lürig.

00:46:17: Auf unterschiedlichen Sprachen hat sie auch geschrieben.

00:46:19: Und ich finde, ihre Lyrik hat so eine ganz große Wärme und hat sowas zum Festhalten, hat so ne Klarheit und Ehrlichkeit, hat auch was Politisches... ...und aber diese große, große Hoffnung und Wärmen zum Fest halten die trage ich seit diesem Spaziergang mit mir herum.

00:46:37: also das sind wirklich Gedichte wo ich auch so einzelne Ferse oder Worte mit mir herumtrage manchmal durch den Alltag, an denen ich mich selber auch festhalte.

00:46:48: Hast du einen für uns?

00:46:51: Ja wir haben... Ich glaube das ist auch das bekannteste.

00:46:54: Wir haben dann auch so Sticker gemacht.

00:46:56: da steht nicht müde werden drauf also dass es aus einem Gedicht von ihr nicht müder werden sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.

00:47:08: Und ich denke ganz oft an dieses Gedicht werde nicht das Gefühl habe, man kämpft gegen Windmühlen.

00:47:15: Dann denke ich an alles, worüber wir gerade gesprochen haben.

00:47:18: Was Sarah aussagt irgendwie dieses in seinem Umfeld agieren und dieses weitermachen.

00:47:23: Und natürlich sind wir alle müde auch ständig und das ist auch okay Aber trotzdem auch immer wieder den fokus auf die menschenzurichten Die was bewirken wollen die voneinander da sind die empathisch miteinander sind.

00:47:36: Das verkörpert für mich dieses gedicht.

00:47:40: Ja, und so hat sie ganz viele Gedichte an denen ich mich selber auch so festhalte.

00:47:45: Und in denen ich eine Verbundenheit sehe... ...und eine große Hoffnung.

00:47:50: So!

00:47:51: Welche Frage hattest du noch?

00:47:53: Du, ich könnte dir jetzt stundenlang zuhören.

00:47:55: Das machen wir dann wenn wir unsere Dara Brexendorf über Hilde Domienfolge aufnehmen aber... Ich finde es total schön übrigens auch by the way weil wir doch durchaus irgendwie ein Lyrikerinnen-Defizit bei Vampire haben.

00:48:08: Irgendwie mal eine Lyrikerin zu haben.

00:48:11: Wenn jetzt gerade im Moment nur so Häppchenweise aber interessant finde ich natürlich total da du ja Prosa Autorin bist dass du eine Lyrikerin mitgebracht hast.

00:48:21: Willst du da noch kurz was zu sagen?

00:48:22: Das finde ich nämlich... Also, weil mir geht es ja auch so!

00:48:25: Ich kann halt keine Lyrik schreiben.

00:48:26: aber also ich lese wahnsinnig gerne Lyrik und ich glaube auch mehr als Romane inzwischen.

00:48:35: Ja, ich stelle mir seit Jahren die Frage ob ich nicht eigentlich eine Lyrikerin bin und keine Prusaute oder ob ich beidemzeitig bin.

00:48:42: Und deswegen habe ich auch, also auch in meinem Libyro-Mann hab' ich ganz viel vermischt an, dass ich mich auf ein Stipendium mal beworben habe mit dem Prosatext und dann hat die Kuratoren... Also ich hab das Stipendeum nicht bekommen.

00:48:56: Aber die Kuratorin hat mich danach gefragt, willst du nicht Lyrik machen aus deinem Prosotext?

00:49:00: Und dann stellen wir das hier aus!

00:49:02: Das war so einen Moment wo ich dachte, ah, es ist mir sehr leicht diese Lyrik zu schreiben.

00:49:11: Ich schreib seitdem offiziell auch Lyrik.

00:49:17: Also es macht mir großen Spaß, ich mische gerne die Formen und was sich an Lyrik so schön finde ist diese Kurzform zu schreiben.

00:49:31: Erstens geht es viel schneller, auch jetzt mal praktisch und du kannst es aber viel schneller auch jemandem zeigen und dich austauschen.

00:49:38: Und ich glaube das ist nämlich auch so eine Sache wo ich jetzt wieder auf diesen Spaziergang zurückkomme.

00:49:43: wir konnten ja einfach lörig vorlesen auch auf diesem Spazieregang einzelne Gedichte und darüber austausche Und irgendwie so weitergehen.

00:49:52: Also wir haben ein kleines, ich habe das jetzt natürlich liegen, ein kleine mehrsprachiges Sin auch gemacht zum Gedicht des Gefieder der Sprache und das kann man sich halt zu stecken.

00:50:04: also bei vielen Sachen die ich an Lürik liebe ist dass jetzt die pragmatische Form davon, dass es sehr kurze Texte sind, die irgendwie auch wieder eine Verbundenheit schaffen weil man's so gut teilen kann.

00:50:18: ja

00:50:18: Also, lass uns eine Lanze brechen für wieder mehr Gedichte auswendig lernen.

00:50:24: Ich hatte letztes Jahr kurz mal so ein Impuls, weil ich sehr große Probleme mit Schreiben hatte, aus Gründen ... dass ich angefangen habe irgendwie so... Ich hatte erst gesagt einmal die Woche, das hat sich dann nicht machen lassen, nämlich ganz okay alle zwei Wochen lerne ich den Gedicht auswendigt wieder!

00:50:41: Weil ich weiß dich, dass früher es sehr gerne gemacht hab also mit meiner Oma auch zusammen, die die Brunnenbrugs zu lang findet Weil die konnte wahnsinnig viele Gedichte noch auswendig, noch aus der Schulzeit.

00:50:52: Und das fand ich total faszinierend und es war voll schön!

00:50:54: Und dann wie das immer so ist versandet diese tolle Idee eigentlich so.

00:50:59: aber ich glaube ich mach das wieder.

00:51:01: vielleicht sollten wir eine Gruppe gründen Der nächste Podcast, die nächste WhatsApp-Gruppe wo wir uns einfach irgendwie Gedichte gegenseitig aufsagen.

00:51:10: Das war eigentlich voll die schöne... Weil ich sehe das genau wie du also überhaupt wie ihr ja auch.

00:51:16: deswegen machen wir sowas her auch.

00:51:17: Also sich halt über Literatur austauschen tatsächlich eben besonders über Lyrik weil es halt so kurz ist und auch so viel öfter als jetzt irgendwie einen Roman schafft auch wieder so Verbundenheit und irgendwie gibt mir auch wieder Hoffnung.

00:51:31: so schöne Sprache, also Sprache die halt mit großem Bedacht eingesetzt wird ist ein Gegenmittel gegen diese Sondermüll-Diponie der Welt da draußen irgendwie.

00:51:47: Ja und es schafft auch so neue hoffnungsvolle und empathische Bilder und bricht immer ganz viel auf auf so kurz oder auf so kleinem Raum.

00:51:56: ich finde ja wir sollten das machen Wir alle nicken, ja?

00:52:01: Ich möchte auch mehr Gedichte auswendig lernen.

00:52:04: Das sind so durch den Tag tragen.

00:52:06: Das machen wir!

00:52:07: Guck mal ist schon eine Idee geboren hier wieder, das ist noch solidarische Praxis one-on-one.

00:52:11: Hi Teacher, wir gehen zu dir.

00:52:14: Wen hast du mitgebracht und warum?

00:52:16: Wie Fanny ich habe auch ne Lyrikerin dabei.

00:52:19: Ja hab' ich gesehen voll gut.

00:52:21: Meine heißt Nyira Wahid.

00:52:25: Vielleicht kennen Sie ein paar Leute, die war... Also meine Ausgabe, die ich habe ist es Salt.

00:52:30: Heißt das Buch?

00:52:31: Ist von zehntausenddreizehn.

00:52:33: Das ist so einfach komplett weiß.

00:52:36: und also sie hat zwei Gedichtbände diese Lyrikerinnen Und beide sind irgendwie zehnteuzehnzehntausendviertzehn erschienen über Self-Publishing Was eigentlich für mich jetzt nicht irgendwas ist womit ich mich beschäftige.

00:52:53: Aber im Jahr war ja auch eine andere Zeit.

00:52:56: Ich war ein anderes Alter, ich war sehr viel jünger und da habe ich erst so richtig lürig auch für mich entdeckt weil man war dann nicht mehr in der Schule und musste dann irgendwelche kumschen.

00:53:11: also eigentlich bei mir war es immer Okay, Lyric.

00:53:14: Also zumindest im Englisch Unterricht waren es immer eigentlich ganz coole Sachen.

00:53:17: Ich hatte mal ein Englische-Lehrer da haben wir irgendwie Diamonds von Rihanna durchgenommen als Lyric und das war eigentlich cool.

00:53:23: aber im Deutschunterricht dann immer Goethe und ich hatte Bodenbruchs by the way auch im Abi Aber...ich fand's eigentlich ganz gut.

00:53:32: Ich

00:53:32: mag die Buddenbrugs auch.

00:53:34: Ich werde mein ganzes Leben lang immer damit verbringen irgendwie, also ich habe ja so zwei so... Entschuldigung ist ich hinter mir, aber zwei so das darf ich jetzt als feministische Literatur-Podcasterin vielleicht eigentlich sagen, aber zwar so guilty pleasures.

00:53:45: und der eine ist Simon Rushdie und der andere ist Thomas Mann

00:53:50: Und

00:53:51: ich weiß dass es alles sehr problematisch, aber ich finde Thomas Mann halt einfach unfassbar witzig.

00:53:56: Also die buddenbruchs sind einfach so lustig

00:54:03: Voll.

00:54:04: Und die Charaktere auch, also er hat schon einfach auch... Aber wir reden jetzt nicht über Thomas Mann, wir reden über seinen Büro.

00:54:12: Genau und das was ich irgendwie... Also warum sie mir jetzt wieder eingefallen ist?

00:54:17: Weil sie war sehr lange weg Und ich weiß nicht mal, wie sie aussieht.

00:54:22: Also sie hat wirklich irgendwie keinerlei Präsenz von ihrer Persönlichkeit Sondern hat einfach nur diese Texte publizierten und ist dann basically verschwunden.

00:54:32: Es ist jetzt wieder ein bisschen Drama und Gossip, was ich ja mag.

00:54:36: Sie hat sich jetzt wieder einen Instagram gemacht weil sie war so Tumblr Girl, Tumblr Poetry.

00:54:47: Jetzt hat sie ein Instagram, wo sie auch immer noch nicht ... Sie postet fast sehr wenig.

00:54:52: Sie poste sehr oft so weiße Kacheln aber sie fängt ja zu einem Streit angefangen mit Rupi Kaur weil sie halt sagt also man kann sich da einlesen und dann eine eigene Meinung dazu bilden.

00:55:07: ich sage jetzt nicht welcher Seite ich stehe oder was ich denke weil Ich war auch nicht dabei Aber ich habe natürlich ne Seite Kann man sich da gerne einlesen, aber sie sagt halt dass Rubika Ure ihr so das geklaut hat.

00:55:22: So des Blueprint von ihren Gedichten geklauter.

00:55:27: Genau, aber da könnt ihr dann selber nachgucken und Ich habe früher, als ich Studentin war, jeden Morgen in dieses Buch immer reingeguckt und dann so Gedichte davon gelesen.

00:55:39: Und die dann auch wie Dara gerade gesagt hat durch den Tag getragen.

00:55:43: Und ich finde auch Lyrik ist anders als Prosa.

00:55:48: In Prosa gibt es ja schon ein bisschen eine Struktur an die man sich halten soll.

00:55:51: Eine Chronologie halt ein, einen Plot auch den man verfolgt und in Lyrik ja gar nicht.

00:56:02: Also man vervolkt kein Plott.

00:56:04: Man verfolg vielleicht einfach nur ein Bild oder ein Geruch oder eine einzige kleine Sache oder einen Geräusch.

00:56:10: was man gehört hat und das war es und man kann das dann ganz kurz irgendwie zusammenfassen.

00:56:14: Und weil ich ja gerade da studiert habe bei mir war immer... Ich hab Englisch studiert.

00:56:20: Deshalb habe ich auch ne amerikanische Autorin Weil ich habe sehr, sehr wenig deutsche Literatur gelesen generell Und lese ich eigentlich erst seitdem mich so selber Teil von Betrieb bin.

00:56:32: Ich habe halt mich mehr mit amerikanischen und englischen Autoren beschäftigt.

00:56:37: Genau, sie hatte diesen Streit jetzt mit WPKU.

00:56:43: Und genau, ich habe gerade erst aufgehört also angefangen zu studieren und mein Problem war immer... Die haben mir gesagt, ich schreibe zu viel!

00:56:51: Ich schreib zu lang es ist immer too much meine Sätze sind zu lange und ich soll mal kürzere Sätze probieren oder generell weniger schreiben.

00:56:59: und dann habe ich angefangen, Lyrik zu schreiben.

00:57:01: Und hab mich versucht sehr kurz so halten... ...und hab dann dieses Buch gefunden und dachte oha die sagt wirklich nur so Einsatz!

00:57:12: Das ist schon ihre Lyrik.

00:57:18: Ich dachte boah krass!

00:57:21: Vielleicht wenn ich das jetzt alles nochmal lesen würde würde ich ein bisschen anders drüber denken.

00:57:24: vielleicht würde auch denken es ja doch irgendwie nicht so mega deep alles, weil das ist ja auch irgendwie Tumblr-Poetry.

00:57:31: Aber gleichzeitig bin ich irgendwie voll dankbar dass ich das zu dem Zeitpunkt gefunden habe, weil es mich überhaupt in die Lyrik reingebracht hat.

00:57:39: Weil davor mochte ich Lyrik gar nicht, in der Schule mochte Ich's gar nicht!

00:57:43: Ich hab's irgendwie nicht alles verstanden und war richtig hater.

00:57:46: Und dann bin ich jetzt voll dankba, dass ich durch sie kein Hater mehr bin von Lyrik.

00:57:53: Da hat sie auf jeden Fall schon mal einen großen Dienst geleistet, aber ich finde ehrlich gesagt du sagst da auch was total eh ohnehin.

00:57:59: Aber auch gerade das irgendwie nochmal etwas superwichtiges, was wir ja auch grade gesagt haben also der Türöffner für Menschen die halt irgendwie die eine oder andere Sache für sich nicht zugänglich gesehen verstanden gefühlt haben und wie.

00:58:13: und ich finde auch irgendwie ist es immer so social legit dass alles irgendwie Türöffner sagen kann ich gebe ihr auch wahnsinnig viele Workshops für jüngere Leute.

00:58:20: Und da kommen natürlich jetzt gerade in den letzten Jahren auch ganz oft irgendwie jüngeren Mädels, die halt so Romantici dann reinbringen und lesen.

00:58:28: Dann sind halt die Leute, die die Workshopse dann sowieso geben oder wo also die Host sozusagen, also dann ja oft im Literaturhäuser, die rümpfen dann mit der Nase und sagen, hey!

00:58:38: Sie können davon heute alles zu lesen?

00:58:42: Ich finde das... Total arrogant.

00:58:47: Also die Lesen, freut euch doch!

00:58:50: Nehmen Buch in die Hand und wenn das so ein Türöffner sein kann ist es bestimmt nicht für alle aber irgendwann wird man sich weiterentwickeln.

00:58:56: also ich finde das einen total guten Punkt.

00:58:59: auch eben diese Frage was du gerade in den Raum geworfen hast wie würde ich das heute eigentlich lesen?

00:59:04: Das haben wir bei ihr eh alle.

00:59:05: also ich meine wenn man irgendwie mit sechzehn Herrn Mann Hesse gelesen hat weil man voll geflasht während wenn ich ihn heute angucke sage oh mein Gott So, es darf doch nicht wahr sein.

00:59:15: Also das ist ja mit allem irgendwie so.

00:59:17: ich habe letztens hier noch eine Ausgabe von Milan Kondiradi und endlich die Leichtigkeit des Seins aus dem Regal gezogen, die bei mir so total nur noch an einem Faden hängt.

00:59:25: da hatte ich so boah

00:59:27: was warst du jung und naiv dass du das irgendwie so als der Weisheitletzte Schluss irgendwie wahrgenommen hast?

00:59:33: Aber es ist auch schön!

00:59:34: Das gehört zu unserer Lesebiografie dazu.

00:59:36: also finde ich voll schön, dass Du das hier reingebracht hast.

00:59:38: Danke Voll gut Zara.

00:59:42: Das große Finale,

00:59:43: wen haben

00:59:44: wir?

00:59:44: Ich habe Marie-Louise Fleißer mitgebracht.

00:59:47: Und ich glaube ehrlich gesagt, ich hab noch niemanden getroffen, nämlich von Marie-Louise Fleiße erzählt und die dann gesagt hat, ah ja klar kenne ich!

00:59:58: Und Marie-Luise Fleisser ist, ich weiß jetzt gerade ehrlich gesagt gar nicht wann sie geboren wurde.

01:00:02: Sie ist in der Weimarer Republik geschrieben aber halt auch.

01:00:09: also er hat dann halt vor den Nazis Berufsverbot bekommen und hat, glaube ich auch erst nach der... also nach fünfundvierzig wieder irgendwie viele Sachen gemacht.

01:00:16: Und sie hat tatsächlich einen der Weimarer Republik Theaterskandal verursacht beziehungsweise es war nicht ihre Schuld sondern Berthold Brecht ist an allem schuld.

01:00:32: Natürlich!

01:00:34: Also sie Stücke geschrieben, das eine heißt Fegefeuern Ingolstadt und das andere heißt Pionieren Ingolstatt.

01:00:42: Und sie ist halt.

01:00:44: ich glaube nach FegeFeuer in Ingolstad dass sie halt mit Bertolt Brecht und seinen Leuten irgendwie in Kontakt gekommen.

01:00:49: Man muss dazu sagen Sie kam halt aus der Provinz.

01:00:51: also so Der Mittelpunkt ihrer Texte war halt immer Ingolstart und nicht Berlin was halt so für die Zeit schon eher unnüblich war.

01:00:58: und Brecht hat sich halt irgendwie dazu ermutigt Sie, das Stück Pioniere in Ingolstadt schreibt.

01:01:05: Und da gibt es irgendwie eine ganz schlimme Szene, wo irgendein Dienstmädchen... Also bei Wikipedia steht Entjungsfahrt aber ich fürchte man kann es auch anders frameen.

01:01:13: also wo auf jeden Fall Geschlechtsverkehr stattfindet und sie haben das dann halt auf der Bühne so gelöst dass da dann so ein Gartenhäuschen gewackelt hat Wo man sich wahrscheinlich auch heute im Theater denken würde Aha!

01:01:25: Und was dann aber so Zwischen den Kriegen damals natürlich irgendwie gar nicht ging und das hat halt irgendwie dazu geführt, dass sie auf jeden Fall so Ingolstadt verbot hatte.

01:01:36: Und ihr Vater hat den Kontakt zu ihr abgebrochen und solche Sachen.

01:01:41: Sie

01:01:42: hat

01:01:42: auf jeden fall auch mit Recht den Kontakt danach abgebrochen.

01:01:48: In ihren Memoren als ganz fürchterlichen Menschen bezeichnet was sich...

01:01:53: Ich liebe diese Literatur Gossip.

01:01:55: Das ist dann so der nächste Podcast, den wir irgendwann machen.

01:01:58: So irgendwie ... Ein Archiv von Literatur-Gossip, von Archimedes bis heute?

01:02:05: Ja!

01:02:07: Das ist auf jeden Fall ... Also es finde ich halt interessant weil ... Werthold Brecht ist ja einer der immer auch sehr viel Schullektüre ist und alles.

01:02:16: Ich war damals in der Schule, mein bestes Fach war immer Deutsch.

01:02:20: Und ich habe auch Germanistik studiert und so... ...und ich kann mich aber sowieso nicht und im Studium nie Bücher von Frauen zu lesen bekommen.

01:02:29: In Deutschland haben wir einmal über ein Gedicht von Erselasker Schüller gesprochen.

01:02:36: Und in der Uni glaube ich... von den Seminaren, die ich belegt hatte keine einzige Frau und ich hatte noch Skandinavistik als zweites Fach.

01:02:45: Und der einzige Text von einer Frau, den wir da gelesen haben war von Victoria Benedikt Zondi hat aber immer unter einem männlichen Pseudonym veröffentlicht.

01:02:55: Genau!

01:02:55: Ich hab dann halt irgendwie nachdem ich mit meinem Studium fertig war... Ich habe mal so eine Doktorarbeit angefangen.

01:03:01: Das habe ich wieder abgebrochen weil scheiße.

01:03:05: Aber ich hatte zu der Zeit auch ein Lehrauftrag an der Uni hab dann halt irgendwie ein Seminar gegeben über, weil ich dann auch dachte so ja okay jetzt bin ich ja in Charge.

01:03:15: Ich darf mir egal welche Themen ausdenken solange es halt irgendwie für neue deutsche Literatur zweites Studienjahr passt ungefähr.

01:03:22: und dann habe ich halt gedacht ich mache mein Seminar zu Autorinnen also in der neuen Sachlichkeit, weil das irgendwie auch so eine Strömung war die ich eigentlich schon immer sehr mochte, weil dass irgendwie... Also halt so ein bisschen avantantistischere Themen auf den Tisch geht getan hat und weil ich auch irgendwie so den medankolischen Grundton von den Texten immer mochte.

01:03:40: Und da halt auch so Imgark-Coins zum Beispiel kommt, auch aus der Ecke oder Wikibau im Gabriele-Terget die finde ich halt sowieso alle interessant.

01:03:47: Und dann habe ich aber gedacht okay wir können nicht diese drei Autorinnen nur lesen es gibt ja noch ein paar andere.

01:03:51: und darüber bin ich halt auf Marie Luise Fleißer gekommen und hab halt so ein paar Texte dann von ihr mal irgendwie gelesen.

01:03:58: also halt die Ingolstädter Stücke aber z.B.

01:04:00: auch den sehr guten Romanen eine Zierte für den Verein.

01:04:03: Dann war ich total sauer, dass wir das nie in der Schule gelesen haben und im Studium auch nicht.

01:04:08: Weil das sind alles perfekte Schullektüren.

01:04:12: Es ist sprachlich zugänglich aber jetzt auch nicht irgendwie zu langweilig.

01:04:17: Es werden halt irgendwie total viele Themen verhandelt.

01:04:19: Ich finde auch so in dem Rahmen, dass man da mit sechs oder vierzehnjährigen drüber sprechen kann, finde ich... Ja, aber macht man halt nicht.

01:04:30: Weil es ist dann lieber brecht ungefähr und deswegen bin ich irgendwie immer so ein bisschen wenn es sich anbietet eigentlich immer nur so ja aber warum nicht Marie-Louise Fleißer?

01:04:41: Sprech doch mal über die!

01:04:44: Und das wäre wirklich total hilfreich weil zum Beispiel in ihren Stücken sie ist sehr gut da drin finde ich auf eine extrem unangenehme Art muss man auch dazu sagen Also halt ein Finger zu zeigen auf so patriarchale Gewalt.

01:05:02: Und auch so auf diesen ja keine... also ich finde, sie stellt eigentlich sehr gut den Zusammenhang zwischen Patriarchat und Fraschismus raus.

01:05:11: Das macht sie bei einer Zelle für den Verein.

01:05:15: Da geht es um Gustel.

01:05:16: Guste ist Schwimmstar!

01:05:20: Und Zigarrenhändler und Guste wird halt so ein bisschen von Frieda vor die Tür gesetzt, also mit der er anwandelt.

01:05:27: Aber sie will ihn nicht heiraten weil sie lieber unabhängig bleiben will.

01:05:32: So ist Guste total beleidigt und Butter dann in das Schwimmen noch mehr rein.

01:05:38: Man merkt da irgendwie ... Es ist da sehr gut abgebildet auf was Deutschland reingeschlittert hat mit der Nazizeit.

01:05:45: Ich glaube es wäre klug gewesen.

01:05:48: Oder ist es eigentlich so ein Roman, den man vielleicht auch jetzt mal lesen sollte?

01:05:51: Weil es irgendwie total gut in die Zeit... Also jetzt gerade irgendwie wieder sehr passend.

01:05:56: Und ich fand's aber ehrlich gesagt auch schon vor sechs, sieben Jahren habe ich das gelesen und hab gedacht, ah Scheiße!

01:06:01: Also total gute Lecture, aber wenn man sich die Gegenwart anguckt, so oh nein!

01:06:07: Ja und deswegen lege ich hier Marielle Uise Fleißer auf dem Tisch mit einer warmen

01:06:14: Empfehlung.

01:06:15: Das ist

01:06:17: für Marielle.

01:06:18: Das ist total witzig, dass du das sagst.

01:06:20: Auch die Frage

01:06:21: z.B.,

01:06:21: was wäre ein Germanistik-Seminar meines Traums?

01:06:24: Was ich mal so machen würde.

01:06:26: Gerade auch mir schon vorstelle ... Du machst so einen Seminar über Brecht und Fleißer zusammen.

01:06:32: Weil mein ... Seminar auf my dreams wäre halt irgendwie toxische Beziehungen mit Ingeborg Bachmann und Max Frisch.

01:06:40: Und das halt dann auch mal so unter diesem Aspekt zu beleuchten, weil Bachmann ja ganz eindeutig die bessere Schriftstellerin war

01:06:48: viel besser.

01:06:49: Und aber der Geniekult und so weiter verbietet das ja natürlich, sie als irgendwas anderes zu sehen als das arme Opfer und irgendwie die Tragik und die Schönheit und all diese Attribute, die nichts mit ihrer Sprachkraft zu tun haben.

01:07:03: Also ich finde da ist auch wiederum was offen.

01:07:05: Ich finde hier sind jetzt schon ganz viele Ideen entstanden, die wir alle wirklich verfolgen sollten.

01:07:09: ehrlich gesagt also angefangen von irgendwie Gedichte aus wenn ich lerne ein bisschen zu Germanistik Seminaren irgendwie machen Das sollten wir irgendwie verfolgen.

01:07:19: Alle Leute gibt uns Geld, politische Strukturen um das wieder aufzugreifen.

01:07:24: aber ich will mit etwas enden womit ihr auch endet in eurem Podcast immer und zwar frage ich euch jetzt irgendwie was gibt euch Hoffnung?

01:07:31: Was sind eure Utopien?

01:07:33: gerade weil wie du auch grad gesagt hast Sarah Wir schlittern auf irgendwie bisschen was nicht so Geiles zu Auch so in Allgemein Aber natürlich eben vor allem auch In unserem Beruf glaube ich letztes Jahr schon das erste Mal oder vor zwei Jahren, glaube ich, schon das Erste mal gesagt auf einer Lesung mit meinem damals aktuellen Roman.

01:07:51: Na ja wir sind halt die ersten, die mich mehr arbeiten dürfen demnächst.

01:07:57: Sagt sie und ist erschauderte.

01:08:00: aber was gibt euch Hoffnung?

01:08:02: Was ist eure Utopie?

01:08:04: In Bezug auf den Betrieb jetzt oder generell?

01:08:07: Ja

01:08:07: Kunstbetrieb Literatur

01:08:13: Ich würde sagen für Auch wenn das vielleicht nicht so wirkt, als hätte was jetzt etwas mit Literatur zu tun.

01:08:23: Aber trotzdem AfD-Verbot.

01:08:25: Ich meine es ist keine Utopie.

01:08:28: Es ist eigentlich was sein sollte.

01:08:30: also es ist eigentlich nur logisch.

01:08:32: aber die wollen sich ja krass in so kulturpolitische Themen einmischen und vor allem Theater warum auch immer?

01:08:40: Na ja, das hat Sarah

01:08:41: gerade gesagt.

01:08:43: Als sie über Brecht und Überfleisch

01:08:46: haben.

01:08:50: Also für mich wäre erst mal Verbot von Rechten verlagen und irgendwie auch ein bisschen mehr Verantwortung von verlagen also auch mal ihre Autoren mal vorher zu durchleuchten bevor sie mit den arbeiten, aber auch wenn dann die Texte da sind vielleicht mal die Texten richtig angucken und nicht einfach weil es Geld bringt.

01:09:18: Dann einfach publishing das finde ich schon manchmal so sehr problematisch.

01:09:24: und dann also für mich kommen dann auch diese Verlage als Autoren nicht mehr in Frage.

01:09:32: Und natürlich irgendwie strukturelle Förderungen.

01:09:43: Aber das kommt bei uns auch jedes Mal vor, dass es am Ende gesagt wird bis ja auch klar... aber ich glaube der erste Schritt wäre für mich erst mal Verbot von rechten Parteien und rechten Verlagen und einfach abschaffen.

01:09:58: Das finde ich eine sehr gute Utopie.

01:10:00: eigentlich ist das keine Utopieses solltest du sagen?

01:10:03: Aber

01:10:04: irgendwie doch!

01:10:05: Wenn man sieht, wie jetzt die Linke gebäscht wurde.

01:10:08: Das ist sowieso allergrößte... Ich würde mich den ganzen Tag darüber totlachen wenn es nicht so ernst wäre.

01:10:17: Ja und auch da habe ich wieder das Gefühl, man kann es nicht aufhalten.

01:10:20: also man kann immer die Gegenstimme natürlich sollte man muss man und gleichzeitig lässt sich diese Welle nicht... Diese Mechanismen von den großen Medien auch nicht auf halten.

01:10:33: Es wird trotzdem die ganze Zeit Ja, wieder darüber gesprochen.

01:10:38: Irgendwann hatte ich nicht sogar das Gespräch mit einer von euch, mit Sarah, dass man irgendwie gesagt braucht feministische Taxis ist.

01:10:46: und weil ich halt auch die ganze Zeit immer denke so wir brauchten im bräuchten eigentlich irgendwie linke auch gerne irgendwie marginalisierte Menschen, die sehr viel Geld haben und die investieren in genau diese Ecken.

01:11:02: Also das was halt früher so patronage war also dass du halt menschen brauchst irgendwie ein Imperium haben, Geld und aber halt in die richtigen Sachen investieren.

01:11:15: Also weil sie halt auch irgendwo eine humanistische Ader haben und verfolgen und irgendwie die Wichtigkeit von Kulturarbeit und Bildungsarbeit und irgendwie sowas sehen.

01:11:22: Weil ich glaube tatsächlich auch also meine Hoffnung dass sich halt... Ich glaube das ist vielleicht weil ich eben schon länger dabei bin.

01:11:29: Also meine Hoffnungen dass man innerhalb der Strukturen was ändern kann ist halt gleich null.

01:11:34: Das sagt mein Erfahrung.

01:11:36: einfach zu sagen so you won't change the system from das System, weil es ein Selbsterhaltendesystem ist.

01:11:41: Und eben diese krasse Abhängigkeit von staatlichen Strukturen wird uns halt boomerangmäßig ins Gesicht explodieren demnächst.

01:11:52: Also unabhängige Finanzierung wäre irgendwie so eigentlich das Beste was man mal anstreben könnte.

01:11:59: Aber Dara ich habe dich unterbrochen du wolltest deine Utopie formulieren.

01:12:05: Es ist toll, dass wir auch diese große Frage immer stellen.

01:12:09: Am Ende des Podcasts wird sie mir selber gestellt und ich könnte in alle Richtungen gehen.

01:12:13: Und irgendwie war aber gerade mein erster Impuls irgendwie das Alle

01:12:19: lesen.

01:12:20: Das Politikerinnen ganz viel lesen und dieser Fokus, Rage-Bates Sachen in der Literatur, in den Medien sozusagen.

01:12:35: Dass dieser Fokus sich verschiebt auf empathische Literatur oder auf eine Literatur die Empathie fördert und dass wir gegenseitig Geschichten lesen und uns wahrnehmen unseren Struggles aber auch Ideen unserer Identität.

01:12:49: und das war gerade so das erste Bild was ich vor Augen hatte dass alle, alle Leute einen Zugang zu Literatur und vielleicht auch zum Schreiben.

01:12:58: Also es ist ja oft beides sich selber ausdrücken und den Ausdruck von anderen zu lesen.

01:13:03: das stelle ich mir da habe ich gerade so ein Bild vor Augen.

01:13:06: Das wäre schön.

01:13:07: Und damit lesen sich bestimmt viele Probleme auch gelesen.

01:13:10: In die Welt

01:13:10: will ich auch gerne einziehen.

01:13:14: Ja, die schöne Lesewelt möchte ich auch.

01:13:17: Ich denke halt so auf.

01:13:19: meine absolute Utopievorstellung wäre, ich wünsche mir einfach eine Welt in der gut und angemessen mit Inhalten umgegangen wird.

01:13:30: Zum Beispiel sowas wie wir lesen was oder hören irgendwas und sprechen über die Sprache oder für Motive oder so... Oder gleichzeitig auch Weiß ich nicht, wir setzen uns halt wirklich mit Scheiß irgendwie auseinander auf eine produktive Art die irgendwelche Leute.

01:13:46: In Talkshows sagen dürfen Auge AfD Politiker oder so was dann dazu führt dass es verboten wird weil das totaler Kack ist.

01:13:53: also wie gesagt Entschuldigung für die Fekalsprache aber ich wünsche mir auch sehr starken AfD-Verbot und... Das ist etwas, was meiner Meinung nach absolut daraus resultieren könnte.

01:14:05: Dass man nicht sagt oh wir stellen sie inhaltlich aber dann überhaupt nicht dazu in der Lage ist inhaltig zu agieren.

01:14:12: Ich bin schon mehr einfach wieder einen guten Umgang mit Inhalten.

01:14:18: Ja es hat auch einfach total gut geklappt in den letzten zehn Jahren die AfD irgendwie inhaltliche zu stellen.

01:14:25: Also sieht man ja jetzt wie gut das geklappt hat so... Ja, also ich gehe mit all diesen Utopien und mit all diesem Wünschen.

01:14:34: Es sind ja keine Utopie, es ist eigentlich eine Wünsche die gar nicht so schwierig irgendwie.

01:14:37: aber da sind wir wieder beim Strukturellen.

01:14:39: Es gibt einfach glaube ich immer noch sehr viele Leute die das nicht so möchten und die dann irgendwie fadenscheinige Argumente hervorziehen.

01:14:49: Ja, mir gibt ja Hoffnung, dass irgendwie die neue Generation, die jetzt hier vor mir sitzt.

01:14:54: Und die dann auch schon noch mal Jüngere, also die Jan Alphas ... Da sehe ich halt irgendwie viel, wo ich denke the kids are alright und irgendwie werden wir den Kampf vorführen.

01:15:07: Ich kann da irgendwie so als die Godmother im Hintergrund, wenn sie sagen, ja, Kinder los!

01:15:15: So mache ich mich älter als ich bin.

01:15:16: Anyway, ich danke euch sehr meine drei Lieben!

01:15:19: Vielen vielen vielen Dank für eure Zeit, für all diese tollen Impulse und ich freue mich jetzt schon dass wir ganz bald hoffentlich mit allen Dreien von euch jeweils eine Einzelausgabe machen über Fleißer und Hildred Domin und Narya Wahid oder wen auch immer ihr damit bringen wollt.

01:15:36: Und ja, les die Bücher von diesen drei und verfolgt alle ihre Arbeiten.

01:15:40: Es ist und seid solidarisch miteinander!

01:15:43: Und danke euch!

01:15:46: Danke dir!

01:15:53: Das war die neue Folge von Vampire – diesmal mit einem Crossover mit den Kolleginnen von Literarisch-Solidarisch Hatice Atticus, Dara Brexendorf und Zara Zerbe.

01:16:04: Vampire wird von Kathrin Albrecht und Asya Kurtulu als Producerin betreut.

01:16:09: Alles, worüber wir sprechen findet ihr den Shownotes verlinkt!

01:16:11: Und wie immer freuen wir uns wenn ihr uns teilt, abonniert weiter empfehlt und uns ein paar Sterne auf Spotify und Co gibt.

01:16:18: Folgt uns auch gerne bei Vampire Unterstrich Podcasts bei Instagram.

01:16:22: Mein Name ist Rasha Khayyat Autorin Übersetzerin Host und Erfinderin von Vampire

01:16:28: und bis

01:16:28: zum nächsten Mal euch allen eine gute Zeit.

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